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Psychodynamik & Aufklärung

Alice Miller: Am Anfang war Erziehung (1981)

Ein eindringliches Plädoyer gegen verdrängungsfördernde Erziehung – historisch wirkmächtig und bis heute ein Gesprächsöffner in der Therapie.

Authentizität statt Anpassungszwang

Miller (1981) beschreibt frühkindliche Verletzungen durch autoritäre Erziehungsideale und macht deutlich, warum „gut gemeint“ nicht automatisch gut wirkt. Die Lektüre ist emotional belastend; therapeutisch nutze ich sie sparsam und kontextualisiert.

Fortführung und Verschärfung der These findest du in Du sollst nicht merken – Miller (1983). Für heutige Selbstmitarbeit-Ansätze siehe Aussöhnung mit dem inneren Kind (Chopich & Paul, 2009).

Im Alltag einprägen & ankommen

Micro-Habits statt Perfektion: kleine Schritte, die Inhalte haften lassen – ohne Druck, mit Pausen und Rückzugsmöglichkeit.

  1. Kurze Leseintervalle mit festem Ende – danach Erden (Wasser, Bewegung, warmes Gewicht).
  2. Nach dem Lesen mit vertrauter Person checken: Wie geht es mir, was brauche ich heute?
  3. Kinderstimme im Erwachsenen anerkennen: ein Satz Trost, den du dir selbst schreiben würdest.
  4. Nicht alles auf einmal integrieren: ein Kapitel, dann Pause, dann Alltag spüren.
  5. Therapeut:in informieren, wenn alte Schuldgefühle hochkommen – Lesen ist keine Prüfung.

Literaturverzeichnis (APA-nah, deutsch)

  1. Miller, A. (1981). Am Anfang war Erziehung. Suhrkamp.
  2. Miller, A. (1983). Du sollst nicht merken. Suhrkamp.
  3. Chopich, E. J., & Paul, M. (2009). Aussöhnung mit dem inneren Kind (26. Aufl.). Ullstein.

Kurzbelege im Fließtext folgen der Autor-Jahr-Notation. Vollnachweise siehe oben. Angaben sind für die Webpublikation leicht gekürzt (ohne DOI/ISBN); bei wissenschaftlicher Zitation bitte Primärquelle prüfen.

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