Zum Mitmachen
Kreativ-Spielplatz
Systemische Therapie arbeitet gern mit Bildern, Farben und Perspektiven statt nur mit Worten. Hier kannst Du fünf kreative Methoden selbst ausprobieren. Spielerisch, in Deinem Tempo und ohne Anmeldung. Bewege die Maus und mal mit Farbe im Hintergrund.
Externalisieren
Das Problem bist nicht Du. Gib ihm Name, Farbe und Form.
- 1Gib dem, was Dich belastet, einen eigenen Namen, z. B. „Der Grübler“ oder „Die Nebelwand“.
- 2Wähle eine Farbe und Größe. Wie viel Raum nimmt es gerade ein?
- 3Frag es: Was willst Du von mir? Und wann bist Du schwächer?
Woher kommt die Methode? Mehr
Die Narrative Therapie von Michael White und David Epston trennt Person und Problem. Wer über „den Grübler“ spricht statt über „mein Grübeln“, gewinnt Abstand und entdeckt Momente, in denen das Problem weniger Einfluss hatte.
White, M. & Epston, D. (1990). Narrative Means to Therapeutic Ends. W. W. Norton, New York.
Tetralemma
Raus aus dem Entweder-oder. Fünf Positionen statt zwei.
- 1Schreib Dein Dilemma als zwei Optionen auf.
- 2Geh nacheinander durch alle fünf Positionen und notiere, was Dir dort einfällt.
- 3Achte darauf, welche Position Dich überrascht. Dort liegt oft der neue Weg.
Woher kommt die Methode? Mehr
Das Tetralemma stammt aus der indischen Logik und wurde von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd für die systemische Strukturaufstellung übersetzt. Die fünfte Position „All dies nicht und selbst das nicht“ öffnet den Raum für völlig Unerwartetes.
Sparrer, I. & Varga von Kibéd, M. (2000). Ganz im Gegenteil. Tetralemmaarbeit und andere Grundformen Systemischer Strukturaufstellungen. Carl-Auer, Heidelberg.
Was spricht ganz für die erste Option?
0 von 5 Positionen besucht
Metaphern-Werkstatt
Wenn Deine Situation ein Wetter wäre, welches?
- 1Würfle eine Bildfrage und antworte spontan, ohne nachzudenken.
- 2Spiel mit dem Bild: Was müsste sich im Bild ändern, damit es besser wird?
- 3Übersetz die Veränderung zurück in Deinen Alltag.
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Metaphern strukturieren, wie wir denken und fühlen. Lakoff und Johnson zeigten, dass unser Alltagsdenken durch Bilder geprägt ist. In der systemischen Arbeit wird ein Bild verändert, und mit ihm verändert sich der Blick auf die Situation.
Lakoff, G. & Johnson, M. (1980). Metaphors We Live By. University of Chicago Press, Chicago.
Wenn Deine Situation ein Wetter wäre, welches wäre es?
Ressourcen-Blume
Was trägt Dich? Jede Kraftquelle wird ein Blütenblatt.
- 1Sammle, was Dir Kraft gibt: Menschen, Orte, Fähigkeiten, Rituale.
- 2Jede Ressource wird ein Blatt Deiner Blume.
- 3Wähle ein Blatt, das Du diese Woche bewusst gießen willst.
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Ressourcenaktivierung gilt als einer der zentralen Wirkfaktoren von Psychotherapie. Klaus Grawe zeigte, dass Veränderung leichter gelingt, wenn vorhandene Stärken aktiv genutzt werden, statt nur auf Probleme zu schauen.
Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Hogrefe, Göttingen.
Noch keine Blätter. Was gibt Dir Kraft?
Inneres Team
Wer redet da eigentlich alles mit, wenn Du entscheidest?
- 1Denk an eine Entscheidung, die Dich gerade beschäftigt.
- 2Gib jeder inneren Stimme einen Namen und einen typischen Satz.
- 3Wer ist laut, wer leise? Wem möchtest Du mehr Gehör geben?
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Friedemann Schulz von Thun beschreibt die Persönlichkeit als Team innerer Anteile, die oft gleichzeitig sprechen. Wer die Stimmen einzeln hört, kann wie ein gutes Teamoberhaupt moderieren statt hin- und hergerissen zu sein.
Schulz von Thun, F. (1998). Miteinander reden 3. Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation. Rowohlt, Reinbek.
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